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Verhalten im Usenet: Realname vs. Pseudonym

Unter Usenet-Nutzern wird es in der Regel gerne gesehen, seine Beiträge unter dem realen Vor- und Zunamen zu veröffentlichen. In einigen Gruppen gilt es als regelrecht unhöflich, einen Nicknamen oder ein Pseudonym zu benutzen. Andererseits können Millionen fremde Menschen das Geschriebene lesen.  Ob da nicht teilweise unangenehme Folgen entstehen könnten?

Wie sollte man sich nun richtig verhalten?

Zunächst etwas Grundsätzliches:

Die gebotene Annonymität ist einer der großen Pluspunkte im Usenet. Wenn Sie die Software eines vertrauenswürdigen Anbieters (z.B. Usenext) nutzen, wird weder Ihre IP-Adresse gespeichert, noch werden irgendwelche Informationen zu den persönlichen Downloads protokolliert.

All diese Vorzüge sind allerdings nichtig, wenn die Postings unter dem realen Namen veröffentlicht werden. Sie können im Usenet nie wissen, wer genau Ihre Beiträge liest und was alles mit diesen sensiblen Daten angestellt werden kann.

Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass alle Userbeiträge dauerhaft, unter Umständen über Jahre hinweg, gespeichert werden und jederzeit wieder aufrufbar sind.

Bei manchen Menschen kommt es im Stress einer hitzigen Diskussion zu Kurzschlußhandlungen und Aussagen, die sie im Nachhinein lieber ungeschehen machen möchten. Schreibt man jedoch mit einem Realnamen, können einen diese “Ausrutscher” schlimmstenfalls noch Jahre verfolgen.

Daher sollten Sie davon absehen, Ihren Realnamen im Usenet zu benutzen. Manch ein altgedienter Nutzer mag das als unhöflich ansehen. Und natürlich nimmt es der großen Community einen Teil des “familiären” Flairs. Dennoch: zum Schutz Ihrer Privatsphäre ist es jedoch - zumindest unter gewissen Unständen - absolut nötig.

Mit “gewissen Unständen” ist dabei folgender Punkt gemeint:

Die Gefahr, welche beim Schreiben von Beiträgen unter dem eigenen Namen ensteht, hängt natürlich auch direkt von den gewählten Themenbereichen ab. Ein Beispiel: Ein Usenet-Nutzer mit dem Hobby Brieftaubenzucht, der sich ausschließlich in den entsprechenden Newsgroups zu diesem Thema aufhält, muss sicher weniger Angst um den Missbrauch seiner Daten haben als ein Nutzer, der gerne kontrovers in den einschlägigen Gruppen über seine (vielleicht noch extreme) politische Gesinnung diskutiert.

Analysieren Sie Ihre Interessen am besten selbst und wägen Sie anschließend gut ab, ob Sie wirklich unter Ihrem realen Namen ins Usenet einsteigen wollen.

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